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Donnerstag, 25. Februar 2016

Huhn und Ei



Das geschieht, wenn Walter und Schalter ein Pressebild benötigen und dafür Frau Krähe in ihre Dienste stellen.

(Nachdem ich die beiden Kinder in den Schlaf begleitet habe und dabei selber eingeschlafen bin, benötigt es einiges an Energie, nochmals auf einen leistungsfähigen Betriebsmodus zu kommen. Das Wohnzimmer wird umgebaut: Leinwand, schwarzer Stoff, Scheinwerfer. Die Herren werfen sich in Schale. Huhn und Ei werden spontan dazugeholt.)

Passt.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Bühnenbretter


Wie immer gibt er Gas, der Gefährte.

Die legendäre Late-Night-Show WALTERUNDSCHALTER feiert bald Premiere.
Ich freue mich sehr.

Besorgt euch Karten und/oder unterstützt das Projekt und/oder erzählt es weiter.


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ohren spitzen




Yeah! Das war grossartig! Danke Jonathan.
Der Gefährte und ich klebten am Bildschirm und verfolgten deinen Auftritt.
Es ist schön, dich zu kennen und ein Stück des Weges begleiten zu dürfen.
(Das gilt vor allem für den Gefährten, ich bin da ja nicht mehr als glückliche Trittbrettfahrerin.)

Für alle Blogleserinnen, welche nicht aus der Schweiz kommen:
"Jeder Rappen zählt" ist eine schweizweit angelegte Spendenaktionen. Dieses Jahr wurde für Familien auf der Flucht gesammelt. Das Ganze wird mit grosser Kelle angerührt, Radio- und Fernsehstationen arbeiten eng mit der Glückskette zusammen, als Zentrale fungiert eine Glasbox auf dem Europaplatz in Luzern. Als Social-Media-Event aufgezogen, kann man daran auch einiges kritisieren. Aber wie dem auch sei:
Die gesammelten
6'127'335 Franken
sprechen für sich.

Und weil es so schön ist, hier noch einmal Jonathan für euch:



Glückliche Weihnachtstage euch allen, mit viel Musik oder ganz still.

Sonntag, 6. April 2014

Verästeln


Der erste Ferientag.
Grosse Pläne, lange Listen.
Und dann einfach nichts gemacht.
Auf jeden Fall keine Listenpunkte in Angriff genommen.

Dafür:

- Alleine mit dem Hund spaziert. Ein seltenes Glück für uns.
- Mit Kind und Hund draussen rumgetrödelt.
- Des Frischlings Welt um Löwenzahn, Bienen und Hummeln erweitert.
- Den Frischling alle Bagger und Traktoren und Traktörchen des Nachbarn besteigen und bewundern lassen.
- Dem Mirabellenbaum beim Blühen zugeschaut.
- Eine brütende Henne entdeckt und, als ebenfalls "brütendes" Wesen, Mitgefühl gezeigt (Sie darf!).
- Gestrickt und Fäden vernäht.
- Der Melancholie gefrönt mit schönsten Klängen.
- Mich an meiner winzigen, hochkarätigen Leserschaft erfreut.

Was für ein Glück, dies alles.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Soldaten!


Der Gefährte probt den Ernstfall, blüht auf in Theaterluft und kreativem Entstehungsprozess. Wir Nutzniesser profitieren von den positiven Energien, schlängeln uns durch das daraus resultierende straffe Zeitmanagement und bewältigen tänzelnd und mit fest nach vorn gerichtetem Blick den organisatorischen Hochseilakt. Am Sonntag werden der Frischling und ich während der offenen Probe wohl ein bisschen in diese fremde, faszinierende Welt blinzeln können. Ich freue mich jetzt schon.



Liegt es an meinen schwangerschaftlichen Hormonen, dass mir die Klänge à la Marlene Dietrich tatsächlich die Tränen in die Augen treiben? Oder spürt ihr da auch 'nen Kloss im Hals?

Wer mehr wissen will über das Stück oder das Theater: Hier gehts zur Seite der Theaterwerkstatt Gleis 5.

Samstag, 23. November 2013

genug gelitten!


Allein die Anreise zum Theater war ein Genuss. Per Bahn bin ich durch die Ostschweiz und über die Grenze gebummelt und habe zwei Stunden gebraucht, was mit dem Wagen in einer zu schaffen wäre. Ich habe die Landschaft vorbeiziehen sehen (anfangs), ein bisschen Löcher in die Luft geschaut, gestrickt und Schokomakronen, Ziegenkäse-Zwetschgenkonfitüre-Brötchen und ein Thunfischsandwich, abgelöst von einigen Mandarinen verputzt (die geneigte Leserin möge sich ihren Teil zu diesem kulinarischem Stelldichein denken...).

Feldkirch verbarg sich im Dunkeln, von dem wenig Sichtbaren ich jedoch sehr angetan. Das alte Hallenbad fand ich ohne Probleme, und auch meine beiden Freundinnen trudelten rechtzeitig direkt aus Luzern ein. Ein erlebnisreicher Abend konnte beginnen.

Theater ist mir ziemlich fremd. Ich liebe Bilder, mag Musik. Vor Theater habe ich jedoch eine Scheu, es erscheint mir irgendwie zu intellektuell, zu abgehoben, zu stilisiert. Das ist eigentlich erstaunlich, da ich immer ganz begeistert bin, wenn ich dann wieder einmal ein Theaterstück zu sehen bekomme. Auch dieses Mal wiederholte sich diese Erfahrung.

Von Beginn weg genoss ich die Aufführung. Ich liess mich vom Stück mitnehmen auf seine Reise, war beeindruckt, berührt, betroffen und die ganze Zeit über bestens unterhalten. Den Gefährten auf der Bühne zu sehen in dieser fremden Situation war eigenartig und sehr schön.


Und stolz, ja, stolz war ich auch. Und bin es heute noch. Und jetzt hoffe ich, dass ich langsam den grässlichen Popocatepetl-Twist-Ohrwurm wieder loswerde, welcher mich seit Wochen begleitet. Sogar der Frischling ist infiziert. Wenn ich die Melodie summe, ohne es selbst zu merken, schreit er laut I-AAAA... Wie gesagt: Genug gelitten jetzt.


Sonntag, 6. Oktober 2013

A Little Green



Seit der Frischling unser Leben bereichert, sind Konzertbesuche sehr selten geworden. Der Auftritt von „A Little Green“ war es mir aber wert, sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen: Kind und Hund wurden kurzerhand zu den Grosseltern spediert.

Die vier „Jungs“, ihre Musikalität und Spielfreude, die mitreissenden Jigs und Reels, Tarantellas (Tarantelle?) und Chansons begeisterten mich einmal mehr.


Auch weckte der Auftritt Erinnerungen an mein Hochzeitsfest. Ich hatte mir ein Konzert der „Grünen“ gewünscht (wir feierten ein unkompliziertes Sommerfest mit allen Freunden und der ganzen Familie ohne gängiges Hochzeitsprotokoll). Dieser Wunsch fiel jedoch ins Wasser, da ein Mitglied der Band gegen Abend beruflich ins Ausland reisen musste. Etwas enttäuscht und frustriert (der Gefährte koordiniert die Konzerte der Band, und eigentlich hatte ich schon erwartet, dass er es zustandebringen würde, sie für sein eigenes Fest zu buchen) schleppte ich einen riesigen grünen Ast ins Zelt und montierte ihn als gänzlich missratene Deko, mit dem giftigen Seitenhieb, auf dass wenigstens ein bisschen „a little green“ vorhanden sei, an die Zeltwand. Die vier Musiker waren natürlich als Freunde am Fest dabei, Felix abreisebereit mit Rollköfferchen. Als er sich verabschiedete und winkend von dannen zog, verflüchtigten sich alle Hoffnungen auf eine letzte gelungene Überraschung. Doch weit gefehlt! Alles war eine Finte und perfekt inszeniert: Die Jungs spielten bis tief in die Nacht, wir tanzten, was das Zeug hielt und die irisch-süditalienisch-bretonisch-osteuropäischen Klänge sind mir seit jenem Abend noch lieber geworden.


Gestern war nicht mit grossen Überraschungen, aber mit einem schönen Wiedersehen und –hören zu rechnen. Doch das ist ja das Beste an Überraschungen, dass sie einem immer unvorbereitet begegnen: Ein kleines Mädchen kniete vor der Bühne und lauschte fasziniert der Musik. Irgendwann begann es, die Arme im Takt der Musik zu bewegen. Anmutig und zart wie eine Ballettänzerin während leisen Passagen, herrisch und bestimmt, wenn die Musik wilder wurde. Immer im Takt, immer absolut eins mit der Musik. Schliesslich sprang sie auf, wiegte sich vor und zurück, hin und her, hüpfte wie eine irische Steptänzerin, bewegte Arme und sogar die Finger wie eine Tango- oder Flamencotänzerin, schüttelte und neigte den Kopf, kurz, vergass sich ganz in der Musik. Ihre Bewegungen waren weder einstudiert noch kokketierend oder Aufmerksamkeit heischend, ihr Körper ging einfach ganz in der Musik auf. Ich muss gestehen, dass mein Augen- und Ohrenmerk die Musiker verliess und komplett von diesem Kind gefangengenommen wurde. So etwas Faszinierendes, Berührendes, ja beinahe Übersinnliches hatte ich noch nie gesehen. 

Und damit ist ein weiteres "A Little Green"-Konzert zu meinen unvergesslichen Erinnerungsschätzen hinzugekommen.

Zu den Bildern: Das Wetter ist heute gerade auch ziemlich irisch und "a little green"...


Ich freue mich über jeden Kommentar.
Weil dann Statistik-Zahlen zu Menschen werden.
Dank dir.